/* */

Zur IARC Klassifizierung von Glyphosat

23.03.2015

Die Sicherheit unserer Produkte hat für uns oberste Priorität. Alle zugelassenen Anwendungen von Glyphosat sind sicher für die menschliche Gesundheit. Das wird durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien und behördlicher Bewertungen immer wieder belegt. Glyphosat gehört zu den am besten und toxikologisch am umfassendsten Herbizid-Wirkstoffen. Jedes unserer Produkte durchläuft gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprozesse. Erst nach abgeschlossener Sicherheitsprüfung und erteilter Zulassung gehen wir in die Vermarktung.

Ebenso wie die anderen Mitgliedern der Europäischen und US Glyphosat Taskforce lehnen wir die Klassifizierung der IARC aus diversen Gründen ab:

Es liegen keine neuen Forschungsergebnisse oder Daten vor. Jede Studie, die die IARC verwendet hat, wurde bereits von Zulassungsbehörden bewertet- zuletzt durch deutsche Behörden im Auftrag der EU.

Relevante wissenschaftliche Daten, die notwendig für die Bewertung sind, wurden von der IARC nicht beachtet. Der IARC standen duzende wissenschaftliche Studien (insbesondere Genotoxische Studien), die belegen, dass Glyphosat kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt, zur Verfügung. Diese wurden nicht beachtet.

Die Klassifizierung ist nicht durch wissenschaftliche Daten gestützt. Die Einordnung der IARC von Glyphosat ist unvereinbar mit der langjährigen umfassenden Bewertung durch hunderte weltweiter Zulassungsbehörden.

Die Klassifizierung der IARC stellt keinen Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Aufkommen von Krebs dar. Die Klassifizierung der IARC muss im Zusammenhang gesehen werden: Die IARC klassifiziert eine Vielzahl an Produkten des täglichen Lebens, wie z.B. Kaffee, Handys, Aloe Vera Extrakt und eingelegtes Gemüse in die Kategorie 2 ("possibly" bzw. „probably carcinogenic")*. Selbst Berufe wie z.B. Frisör wurden so klassifiziert.

Wir sind stolz auf die Wissenschaft hinter und die Sicherheit von unseren Produkten. Wir stehen mit der World Health Organization (WHO) in Kontakt um nachvollziehen zu können, wie die IARC trotz der bekannten validen wissenschaftlichen Datenlage eine Klassifizierung vornehmen konnte, die im Gegensatz zu sämtlichen Bewertungen internationaler Zulassungsbehörden steht. Wir sind davon überzeugt, dass Äußerungen zu Themen, die so wichtig sind wie die menschliche Gesundheit, NICHT verzerrend und ausschließlich auf Grundlage international anerkannter wissenschaftlicher Standards getätigt werden dürfen. Die Klassifizierungen der IARC werden von vielen Stellen skeptisch gesehen. Bereits zuvor wurde das IARC für seine Methodik und der Verzerrung von Tatsachen kritisiert.

Kommentar von Dr. Philip Miller, Vice President Global Regulatory Affairs, Monsanto

Jeder Monsanto-Mitarbeiter ist zugleich Konsument. Es ist selbstredend, dass die Sicherheit unserer Produkte für uns oberste Priorität hat. Alle zugelassenen Anwendungen von Glyphosat sind sicher für die menschliche Gesundheit. Das ist durch die wohl umfangreichste Datenlage zu einem Herbizid-Wirkstoff belegt.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jüngst den Bericht einer 4-jährigen Bewertung von Glyphosat im Auftrag der EU veröffentlicht. Das BfR kommt zu dem Schluss: „…die Analyse der zahlreichen neuen Dokumente ergibt keine Hinweise auf eine krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Wirkung durch Glyphosat…“ Gemeinsam mit den Mitgliedern der Europäischen und US- Glyphosat Taskforce lehnen wir die Klassifizierung durch die IARC aus folgenden Gründen ab: es liegen keine neuen Forschungsergebnisse oder Daten vor; für eine objektive Bewertung notwendige Daten, wurden nicht beachtet; die Klassifizierung ist nicht durch wissenschaftliche Daten belegbar; es ist kein Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Auftreten von Krebs feststellbar.

Wir können nicht nachvollziehen, wie die IARC zu einer Bewertung kommt, die den Bewertungen der zuständigen Zulassungsbehörden weltweit widerspricht. Wir haben bei der WHO um einen Termin gebeten, sich mit der Glyphosat Taskforce und weiteren Zulassungsbehörden zusammen zusetzen, um die berücksichtigten Studien und die Studien, die nicht berücksichtig wurden, zu diskutieren.

Äußerungen zu Themen, die so wichtig sind wie die menschliche Gesundheit, dürfen NICHT verzerrend sein und dürfen ausschließlich auf Grundlage international anerkannter wissenschaftlicher Standards getätigt werden. Seriöse Wissenschaft ist nicht selektiv. Leider wurden bei der Klassifizierung durch die IARC international geltende Standards nicht beachtet.“

*Update

Wir sind durch das ARD Magazin FAKT am 31.3.2015 darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Übersetzung unseres deutschsprachigen Statements unvollständig gewesen ist- unsere Statements in anderen Sprachen waren korrekt.

Richtig ist, dass die genannten Beispiele alle durch die IARC in die Gruppe 2 eingruppiert wurden. Diese ist jedoch in die Untergruppen 2 a („probably carcinogenic“) und 2b („possibly carcinogenic“) unterteilt. Diese Unterteilung hat leider in unserem ursprünglichen Text gefehlt. Wir haben dieses sofort korrigiert.

Die durch in der Sendung FAKT geäußerte Behauptung „absichtlich zu desinformieren“ trifft nicht zu. Tatsache ist, dass die IARC selbst alltägliche Dinge oder Handlung in die Gruppen krebserregend, wahrscheinlich krebserregend und möglicherweise krebserregend einstuft. Nachfolgend finden Sie einen Auszug darüber:

Gruppe 1 "carcinogenic": Sonnenstrahlung, Luftverschmutzung, Holzstaub

Gruppe 2a "probable carcinogen": starkes Erhitzen von Lebensmitteln (wie zum Beispiel frittieren), Friseur-Beruf, Schichtarbeit

Gruppe 2b "possible carcinogen": Aloe Vera Extrakt, Kaffee, in einer Reinigung zu arbeiten, Ginko Extrakt, asiatisch eingelegtes Gemüse, Mobilfunkstrahlung

Die vollständige Liste finden Sie auf der Website der IARC.

Wir bitten, dieses zu entschuldigen.

Weiterführende Informationen finden sich unter: www.monsanto.com/iarc-roundup und auf unserem Blog