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Zulassungsprozess von Pflanzenschutzmitteln ist streng reglementiert

04.12.2015

In dieser Woche hat eine Gruppe von Wissenschaftlern rund um Christopher Portier einen offenen Brief an die EU-Kommission veröffentlicht. In diesem bemängelt sie die kürzlich durch die zuständigen Behörden abgeschlossene Sicherheitsbewertung von Glyphosat. Der  Brief wurde von einigen Medien aufgegriffen.  Portier fordert mit dem Brief eine Abweichung vom gültigen wissenschaftsbasierten Verfahren in der Wiederbewertung des Herbizids. Der in der EU gesetzlich vorgeschriebene Prozess zur Bewertung und Zulassung von Pflanzenschutzmittel-wirkstoffen ist streng und umfassend reglementiert und basiert auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik.

Die kürzlich unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Konventionen und international abstimmter Standards erfolgte  abschließende Bewertung  der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat erneut klargestellt, dass Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend“ ist. Sowohl die EFSA als auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung BfR haben während des gesamten Prozesses stets über die Strenge als auch über die Transparenz des Verfahrens informiert.

Die Unterzeichner des Briefes fordern die EU-Kommission nun auf, von dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren abzuweichen und die Bewertung des BfR und die abschließende Stellungnahme der EFSA nicht anzuerkennen. Stattdessen soll die EU-Kommission der inkonsistenten Klassifizierung der Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC folgen. Diese hat selektiv Daten ausgewählt und interpretiert und daraufhin Glyphosat Anfang dieses Jahres als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Keine Zulassungsbehörde weltweit sieht Glyphosat als krebserregend an.

Um es deutlich zu sagen: IARC ist keine Zulassungsbehörde. Sie macht in ihrem Selbstverständnis klar,  dass die Bewertungen der IARC keine Basis für Zulassungsentscheidungen sein sollen.  So wird in der Präambel  deutlich gesagt, dass die Bewertungen „lediglich einen Teil der Informationen darstellen, auf der Entscheidungen zur öffentlichen Gesundheit getroffen werden können... Daher werden keine Empfehlungen für Zulassungen gegeben, da diese in der Verantwortung der jeweiligen Regierungen oder anderer internationaler Organisationen liegen.“

Der Brief  von Portier  verdreht  Fakten, verschleiert international abgestimmte Verfahren und fordert eine Abweichung von dem gesetzlich vorgeschriebenen Prozess. Dabei müssen Entscheidungen zu Gesundheit und Sicherheit auf Basis der besten Wissenschaft getroffen werden- und genau diesem Anspruch wird der in Europa geltende Zulassungsprozess gerecht. 

Weitere Informationen zu Roundup®, Glyphosat und dem IARC-Bericht finden Sie unter www.roundup.de, www.glyphosat.de sowie unter www.monsantoblog.eu/iarc und www.monsanto.com/iarc-roundup/pages/default.aspx.